einen Tag später hab ich meine 5-Tage-im-Jahr-Offline-Tradition begonnen :D
was'n das für ein Quatsch? :-)
Sagen wir so: Nachdem ich 2012-2014 extrem mit Depressionen und einem fetten Burnout zu kämpfen hatte, habe ich aus der Therapie heraus (ich war 4 Monate in einer Reha-Klinik und insgesamt 8 Monate im Krankenstand) Methoden und Praktiken entwickelt, die ich noch heute anwende, wenn ich merke, dass mir der Status Quo nicht gut tut. Damit kann ich aktiv verhindern, noch einmal in eine solche Spirale zu fallen. Irgendwann zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar (meistens direkt nach Weihnachten), schalte ich mein Handy aus und schalte es nur abends kurz ein, um zu schauen, ob es wichtige Nachrichten gibt. Die wichtigen Nachrichten beziehen sich allerdings konfiguriert nur auf einen bestimmten Personenkreis, so dass manchmal gar nichts angezeigt wird, manchmal 1-2 Nachrichten. Ich finde das jedes Jahr ganz cool. Der erste (volle) Tag ist meistens recht anstrengend, weil man für jeden Mist das Handy rauskramt. Am zweiten Tag stellt sich da bereits Normalität ein und Tag 3-5 ist dann quasi totale Entspannung. In der Zeit betreibe ich meistens neben Digital Detoxing - so nennen das die Kids ja heute - auch eine Art Social Detoxing. Ich vermeide es, Orte zu besuchen, an denen Leute rumrennen könnten, die ich kenne bzw. die mich kennen. Da ich neben einem recht stressigen Job auch noch Vorstandsvorsitzender eines Fußballvereins und in 1-2 "live" Communities aktiv bin, sind die Tage schon mal recht üppig und vor allem in Richtung Weihnachten geht's rund. Da sind diese Tage wirklich cool. Mittlerweile ist das aber weniger Prävention. Mehr so eine Art Urlaub für Gedanken, Nerven und ständige Handlungsfähig- oder -notwendigkeit. Ich kenne genug Leute, die nicht mal den ersten Tag schaffen, wenn sie es versucht haben. Ich denke, es ist gut, dass ich damit angefangen habe, bevor das Leben zu 70% digital war.